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Eisblumen - Freezed Flowers

by Milena Bachmann (Age: 49)
copyright 05-31-2007


Age Rating: 16 +

Eisblumen - Freezed Flowers

English Exposé
Two persons, only meet each other past midnight. It is winter and the park in which they meet is enlighted by moonshadows. They do not talk to each other, they just feel and think in there own hearts and brains. So nothing disturbs the unity of there souls. This is a story about a great love, which is lost from the very beginning. But in the feeling of being lost, in the big quiteness between two persons, there is the possiblity of unknown freedom and tenderness. But the woman is longing for a flower, which could make the miracle, that they could be together even at daytime. She is dreaming about a fairy tale, in which it is told, that if the performing of the miracle dosen't work the girl will became a bird, confined in a cage. And the wind is whispering the song: my little bird with the necklet red, sings softly, softly, softly - it is singing while precipitating the dead of the girl - sings softly, softly, softly. And the woman does not know if it is the voice of the wind or of her lover.Tears are running down her cheks without crying and she is happy that is winter and all flowers are freezed. He starts to kiss away her tears and so they lay down in the snow, making love. And she is hoping that the winter will last for a long time.

Maybe some of you could read German, have fun!

Lange Schatten fallen auf den Boden des vom Mondlicht erleuchteten Parks. Der winterliche Rasen sieht aus, als wäre er verbrannt. Das harte Licht des Vollmondes zeichnet Blau und Grün in das Schwarz der Bäume. Sie schwiegen. Er und sie. Möglicherweise aus verschiedenen Gründen. Sie genießt das Gefühl eins mit ihm zu sein. Die Sprache entzweit sie nicht, Sprache könnte möglicherweise zu Tage bringen, dass sie nicht das gleiche denken, fühlen, dass sie nicht beieinander, sondern einer, nämlich er, ganz woanders wäre, nicht bei ihr. Deshalb treffen sie sich ausschließlich in der Nacht, damit nichts zu Tage gebracht werden kann. Sie sagt dazu, dass das Mondlicht ihr Freund ist, der Engel ihrer Liebe. Das Schweigen gibt ihr Sicherheit, so kann sie behaupten, dass sie eins sind, muss sich nicht mit möglichen Konsequenzen befassen, die sich aus den erst gedachten und dann gesagten Worten ergeben würden, seiner oder ihrer Worte. Schweig und lieb mich, so kann ich tun, als ob es für immer wäre. Leise fängt es an zu schneien. Die winzigen Kristalle, setzen ein metallenes Glänzen in die Schatten der Bäume, sie brennen, stechen, frieren das Lächeln in ihrem Gesicht ein. Er lächelt gelöst. Das tut er immer, wenn es kalt ist. Sie schließt daraus, dass er Schnee liebt und sie liebt seine warme Hand, in der ihre sicher in der Kälte ruht. Wie ein Kind fühlt sie sich, geborgen an der Hand der Mutter, die sie gleichzeitig selber ist und glücklich die Hand ihres Kindes hält. Sie hatte beschlossen den Park als Orakel zu betrachten, die Wahrheit im Licht des Mondes zu suchen, hoffte auf eine Antwort, die, die sie sich wünschte, dass er immer bei ihr blieb. Sie hatte ihn gebeten, sie zu begleiten, um Mitternacht in den Park. Er hatte nur – Ja – gesagt, ohne Fragen zu stellen, das tat er nie. Sie manchmal schon, meistens im Geheimen. Sie fragte sich dann, mit wem er in lebte, welchen Beruf er hatte oder wie seine Kindheit ausgesehen haben könnte. Einmal hatte sie es gewagt einzudringen in sein Leben, das am Tag stattfand. Sie hatte gefragt, mit wem er denn in der großen Wohnung lebte, die sie gemeinsam immer erst nach Mitternacht betraten. Seine Augen hatten sich verdunkelt und sie mitleidig angeguckt, dann war er aufgestanden und hatte Kaffe gekocht, lauter als sonst. Als er zurückkam, war sie eingeschlafen und er bedeckte ihren Hals mit Küssen. Der Kaffe wurde kalt und sie beschloss keine Fragen mehr zu stellen, ihn nicht mehr zu enttäuschen. Sie wollte ihm beweisen, dass sie frei sei, genauso wie er. Seitdem versuchte sie sich auf den Augenblick zu konzentrieren, genoss seine Zärtlichkeit und ließ sich auf Wogen des Glücks wegtragen, sie wurde geliebt, endlich. Er lächelte, er kochte für sie, er wusch ihr die Haare. Es fehlte ihr nichts, nachts, wenn er plötzlich ohne Ankündigung vor ihr stand und jedes Wort, das sich seinen Weg nach außen bahnen wollte, sofort in seinen Küssen ertränkte. Nach den langen Tagen des Wartens, schwamm sie gern in dem Meer, dass er für sie schuf, dankbar ließ sie sich treiben. Heimlich studierte sie jedoch die Buchrücken in seinen Regalen, hoffte dadurch zu erfahren, wer er war. Sie wurde rot, als er sie dabei erwischte, schämte sich wie ein kleines Kind als er sagte: “Du sprichst meinen Namen, du weißt wie ich küsse und kennst den Geschmack meines Essens, was brauchst du mehr?“ Sie hatte geschwiegen. Hier im Park fühlt sie sich leicht, sie sind gefangen, zu Vögeln verzaubert, von der Vergangenheit, der Zukunft und sogar von der Gegenwart befreit. Sie ist die Prinzessin und neben ihr geht ihr Prinz. Sie sind Auserkorene, die diesen geheimen Zauber kosten dürfen. Doch der Glanz des Märchens wirft seine Schatten, es ist immer da und hat doch nie stattgefunden. Seine Melodie ist das beständige Rauschen in den Blättern der Bäume, das man nicht betrachten, nicht fassen kann. Sie fängt an sich zu erinnern, dass die Vögel in ihrem Märchen nicht frei waren, sondern in der kleinen Käfigen über den Tag in die Bäume und in der Nacht in den tiefen Keller des Schlosses gehängt wurden, erlöst von ihrer Geschichte und doch gefangen. Jetzt, jetzt war die Erlösung nah, die ihr ein wirkliches Leben mit ihm schenkte. Sie musste nur noch die Wunderblume finden, rot, mit dem letzten Tropfen Morgentau in der Mitte, die sie pflücken musste, kurz bevor die Sonne aufgeht. Ihr fällt ein, dass es Winter ist, aber sie hat keine Lust auf den Sommer zu warten, sie beschließt die Geschichte als Gleichnis zu betrachten und hält Ausschau nach einer verspäteten oder verfrühten Blume, in deren Mitte eine Schneeflocke glänzt. Für immer wären sie vereint, wenn sie diese Blume fände und er sie wortlos und ohne Aufforderung pflückte und erst seine und dann ihre Lippen damit berühren würde. Sie hört ein leises Summen neben sich, weiß er von ihrem Plan, ist er einverstanden? Leise hört sie die Worte: „Mein Vöglein mit den Ringlein rot, singt leise, leise, leise, es singt dem Mädchen seinen Tod, singt leise, leise, leise.“ Mit jedem neuen Zauber wird aus einem Mädchen ein Vogel geboren. Spricht er die Zauberformel, will er sie töten oder formen sich Worte aus dem Rauschen der Bäume? Sie starrt in die Dunkelheit, ihre Augen brennen, sie atmet immer schneller, Angst befällt sie, nicht das kleinste Gänseblümchen ist zusehen. Sie tröstet sich, sagt sich, dass das ja auch kein Wunder wäre, mitten im Dezember und das sie das Orakel ja auch im Frühling befragen könne, dann, wenn wieder Blumen blühen. Tränen laufen über ihr Gesicht. Ermattet lehnt sie sich an einen Baum. Er lehnt sich an sie, schützt sie vor dem kaltem Wind, flüstert ihr beruhigende Worte in einer fremden Sprache ins Ohr, küsst mit heißen Lippen ihr Gesicht trocken, zärtlich, ausdauernd, ein ihr nicht bekanntes System verfolgend. Sie seufzt erleichtert auf, ringt um Luft, kann kaum noch atmen, hat das Gefühl unter seinen Küssen zu ersticken. Sie leistet keinen Widerstand, wenn sie jetzt sterben soll, so ist sie einverstanden. Aber der Tod kommt nicht, oder noch nicht, stattdessen breitet sich ein heißes Gefühl von Glück in ihr aus. Sein Atem und der ihre vereinigen sich in der Luft zu einem gemeinsamen Nebel, der sie umhüllt und ihren Blick verklärt. In der ferne schlägt eine Uhr. Die Stunde der möglichen Erlösung ist vorüber. Sie verdrängt den Gedanken an die Zukunft, an die grauen Tage des Wartens, die nun folgen werden und an denen sie sich von den perfekten Minuten des Glücks, hier unter dem Baum, ernähren wird. Sie willigt wieder ein in das Schweigen, in das Glück des Augenblicks, lässt sich fallen, zieht ihn mit, im Schnee liegend hofft sie, dass der Winter noch lange bleibt.






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